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Es
ist fast 34 Jahre her, daß wir zuletzt einem der bedeutendsten
deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts eine Einzelausstellung
gewidmet haben.
Die
Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner standen seit dem Neubeginn unserer
Galerietätigkeit vor 50 Jahren im Zentrum unseres Interesses.
Bereits
1956 zeigten wir etwa 90 Zeichnungen und Aquarelle, die leider nicht
durch einen Katalog erfaßt sind. 1961 konnten wir mit dem
Sonderkatalog 2 und 1963 mit dem Sonderkatalog 5 insgesamt 265 Arbeiten
Kirchners offerieren, die im Bereich der Zeichnungen und Aquarelle
mit zu den bedeutendsten seines Werkes zählen und sich heute
in vielen privaten Sammlungen und Kupferstichkabinetten befinden.
Die
4. unserer Kirchner-Ausstellungen wurde ab Dezember 1972 gezeigt
und mit Heft 27/28 in der Reihe unserer Kunstblätter dokumentiert.
Sie enthielt ebenfalls viele bedeutende Werke und eine große
Anzahl von Zeichnungen aus seinen Skizzenbüchern, die der Sammlung
von Lise Gujer entstammten. Deshalb verzeichnete der Ausstellungskatalog
nicht weniger als 328 Nummern.
Das
Jahr 2005 brachte anläßlich der 100. Wiederkehr des Gründungsdatums
der Künstlervereinigung BRÜCKE viele Ausstellungen, die
sich mit dieser Künstlergruppe beschäftigten. Durch die
meist hohe Qualität der Ausstellungen mit zum Teil umfangreichen
und grundlegenden Katalogen wurde die große Bedeutung dieser
epochalen Bewegung verdeutlicht und festgeschrieben.
Jetzt,
im Jahr danach, wollen wir mit unserer vergleichsweise bescheidenen
Ausstellung gewissermaßen einen "post festum" Beitrag
leisten. Ich bin sicher, daß unsere Sammlung, wie sie derzeit
besteht, es durchaus wert ist, gezeigt und durch einen Katalog dokumentiert
zu werden. Wir hoffen, daß sie in der Öffentlichkeit
eine gute Resonanz hat und daß sich viele an den Werken erfreuen,
was deren wesentlichste Bestimmung ist.
Berlin
im März 2006 Florian
Karsch
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